Begegnung - Sprachen der Natur - Briefe an die Heimat - Musizieren mit dem Pinsel - Bewegen aus der Stille - Klangräume - Leben trifft Leben - Weltintelligenz - Herzvernunft - Sprache als Lied und Bewegung im Raum - Entdecken der Anwesenheit
 

Projektraum wundersam

Berührung mit dem Leben – Ausstellungen, Begegnungen, Dialoge, Vorträge

Der Projektraum wundersam versteht sich als Impulsgeber für sensible und freundschaftliche Weisen, in der Welt zu sein. Anders denken, fühlen – und eine lebbare Zukunft gestalten. Oder wie Prof. Uwe Voigt von der philosophischen Fakultät der Uni Augsburg mit Blick auf das Projekt wundersam sagt: „Wir brauchen das Wundersame (…) als Erfahrungen, die wir auf neuen Wegen machen können, die uns zu einer unerwarteten, unerschöpflich reichhaltigen und zu neuen Ausdrucksweisen inspirierende Resonanz mit unserer Umwelt führen können; die uns dazu veranlassen können, diese Umwelt und auch uns selbst als darin eingebettet auf eine nachhaltige, sie und uns selbst erhaltende Weise zu behandeln.“

Raum für Wünsche und Träume der Menschen und der Erde

Der Projektraum wundersam ist eine kreativ erforschende, transkulturelle Begegnungsstätte für Wahrnehmungen, künstlerischen Ausdruck, Veranstaltungen, Workshops, Vorträge, Coachings, Expeditionen und Gesprächsrunden des Sich selbst in die Frage Stellens. Naturpädagogische Exkursionen der Stille sind mit experimentellen kreativen Weisen durchflochten.

wundersam Expeditionen sind sanfte und wagemutige Erkundungen der Stille mitten im Leben. Sie bahnen Entdeckungs-Wege und -Haltungen kreativer Verwunderung, Aufmerksamkeit, Sensibilität und erweitern die Möglichkeiten der Ausdrucks- und Sprachformen des Mit- und Zueinanders der fühlenden Geschöpfe der Erde. Hin zu einem gegenwärtigen und leidenschaftlichen Verstehen, welches tief verwurzelte Qualitäten wachzurufen vermag.

Die Natur wendet sich an die Menschen. Diesem Ruf der verwundeten Erde und ihrer Geschöpfe gewahr zu sein und die Verbundenheit zur Natur wiederzugewinnen, bedarf es großer Stille und Ehrfurcht. Jetzt. Veränderung hin zu einer mitfühlenden Welt braucht ein starkes Gefühl und eine bewegende Vorstellung davon, was es heißt, als Mensch ein Teil der lebendigen Natur zu sein. Jeden Augenblick im Alltag.

Als Menschen tragen wir schöpferische Potenziale in uns, die darauf warten, in diesem Leben entdeckt zu werden. wundersam-Forschende erkunden diese sanften Dimensionen der Wahrnehmung, des Fühlens, Sehens,  Handelns, Denkens und des Bewusstseins der Verbundenheit von Leben Mensch und Leben Erde.

Die Wirkstatt wundersam erforscht, entwickelt und initiiert ästhetisch-dialogische Gedanken-, Fühl- und Raumerfahrungen sowie Vernetzungslinien – in Begegnungsformen wie kreativer Workshop, kontemplative Exkursion, temporärer urbaner Projektraum oder experimentelle Improvisationsstätte. Diese Erfahrungs- und Austauschmöglichkeiten sind auch impulsgebend für Institutionen und Initiativen ebenso wie für Gemeinschaften.

Mögen die Wünsche der Menschen und die Träume der Erde einander begegnen und die Berührung der Schöpfung darin erkennen.

wundersam versteht sich auch als ein Projekt zur künstlerischen Erforschung des Verhältnisses von Mensch und Natur. In diesem Zusammenhang trägt wundersam bei zur Entwicklung einer Dialogischen Ästhetik im Anthropozän.

wundersam Broschüre


wundersam zum Erdfest 2021 im Auwald

Sehen und gesehen werden:  Expedition in das Labyrinth des Auwaldes. In diesem Jahr kam uns die Erde mit einer Gewitterwarnung entgegen und hielt uns eine Zeit lang in Atem, ob „unser“ Erdfest überhaupt stattfinden kann. Die unklaren Wetterbedingunge verfeinerten unseren Blick diesmal auch mit einemsehr wachen Auge zum Himmel. Wir hatten Glück: Die Ruhe vor dem Sturm begleitete uns bis zum Schluss mit Sonnen
schein. Erst in der Nacht rauschten Blitz und Donner herbei.

Dokumentation online

 

wundersam zum Erdfest 2020 im Nördlinger Ries

„Die Verwunderung lädt das Geheimnis ein, näher heranzutreten.“
(John O´Donohue) 

Zur Sommersonnwende 2018 beteiligte sich wundersam am Erdfest mit einer Naturform- und Klanginstallation in einer leeren Industriehalle Auf AEG in Nürnberg. Im Jahr 2019 nahm wundersam mit einem dreitägigen Programm und vielen Beteiligten in einer Nürnberger Kulturkirche teil. In diesem Jahr wollten wir uns nicht in menschengemachte, umbaute Orte begeben, sondern in einen Lebensraum der Natur. Wir wählten Barbaras Heimat, das Nördlinger Ries – ein aus kosmischen Kräften entstandener Meteoritenkrater mit mächtigen Ausstrahlungen und vielfältigen Schwingungsfrequenzen. 

Auf der Suche nach dem passenden Fleckchen Erde durchstreiften wir das Ries einige Tage und erlebten Landschaft und Natur bei starken Wetterumschwüngen in  vielfältigen Stimmungsbildern. Unsere suchende Blickweise veränderte sich, die Augen folgten einem Ruf, plötzlich zeigte sich am Horizont ein abgeschiedener Lebensraum der Natur. Ein von Eichen umsäumter, kaum sichtbarer, steiler Berghang mit Kalksteinfelsen über einem Flusstal, mit weitem Blick in die Riesebene, hat uns ganz leíse gerufen und willkommen geheißen. Beim steilen Aufstieg fühlten wir uns stark nach oben gezogen und stießen auf eine alleinstehende Eiche mit  großer, stiller Ausstrahlung.  

Eine Woche später, am Tag der Sommersonnwende, kamen wir als kleine Gruppe wieder, begrüßten die Wesenskräfte des Naturortes und begaben uns in die Stille. Als unsere Denkersteinchen allmählich zur Seite rollten, erschien ein Rotmilan und zog am Himmel seine Kreise. Herzenswünsche und Weltbitten kamen ins Fließen und wir flochten sie in weiße Bänder, die  wir der warmharzigen, anmutigen Eiche übergaben. Sie bewegten sich zart im Wind, so wehten unsere Wünsche hinaus in die Welt. 

Einen bergab liegenden Methusalem schmückten wir im Duft von Harzen und Kräutern feierlich mit Kiefernzapfen, Federn von Wildgänsen, einer Kastanie und der Feder einer Krähe. Kleine Gesprächsrunden und lautmalerische Bewegungsstudien folgten - und die Natur war immer mit dabei. 

Die Sommersonnwende schenkte uns auf besondere Art und Weise Begegnungen mit der Natur. Sie trägt, wie der kürzeste Tag, die Wintersonnwende, einen kostbaren Schlüssel in sich. Denn tags darauf beginnt das Umblättern der Jahreszeiten. An diesem Schlüsseltag haben wir gesehen und wurden gesehen.

Begegnung mit dem Schwarm

Mückenschwarm in den Pegnitzauen, Mai 2018
Musik: Kastura, Indian

wundersam zum Erdfest 2019 in der Egidienkirche Nürnberg

wundersam zum Erdfest 2018 Auf AEG, Nürnberg

wundersam zur Blauen Nacht, Nürnberg, 2016




 
 
 
 
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